[Rezension] Die Druiden – Der Sammelband

Titel: Die Druiden: Geburtstagsband
Autor: Istin, Jean-Luc; Lamontagne, Jacques; Jigourel, Thierry
Genre: Graphic Novel
Verlag: Splitter Verlag
Wertung: ★★★★★
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Dieser Sammelband der Comicreihe “Die Druiden” beinhaltet die ersten sechs Bände der Reihe und schließen den ersten Zyklus ab. Im Klartext heißt das, dass die Einzelbände jeweils mit einem Cliffhanger endeten, der Sammelband nun die Geschichte als Ganzes präsentiert.

 

Historie

Es beginnt mit einem bestialischem Mord, der den Druiden in die Schuhe geschoben werden soll, um sie vom Antlitz der Erde zu scheuchen. Es begibt sich ein ungewöhnliches Gespann aus Druiden und christlichen Mönchen auf Spurensuche, um die wahren Mörder zu finden.

Dabei bewegt sich der Comic nah an der Realität in der Zeit zwischen Antike und Mittelalter. Eine Zeit, in der das Christentum seinen Aufschwung erfuhr und die Druiden tatsächlich vermehrt verfolgt wurden.

Im Vorwort äußern sich die Autoren wie folgt und verweisen gleichzeitig darauf, dass sie sich einiges an künstlerische Freiheit herausgenommen haben, um eine Geschichte zu erzählen.

»”Die Druiden” verstehen sich dennoch nicht als “historischer Comic.”«

 

Kelten

Durch die immer wieder angedeuteten historischen Bezüge und Worte kommt allein schon durch die Erzählung ein passendes “druidisches” Feeling auf, das stark verwoben ist mit den Kelten und irischen Ursprüngen. Leider wird im Text nicht auf die korrekte Aussprache hingewiesen, denn spätestens seit der Fantasy-Reihe “Die Chroniken des Eisernen Druiden” wissen, dass die Namen aus dieser Region durchaus seltsam ausgesprochen werden. So wird aus einer Granouile ausgesprochen eine Gron-ja-whel. Wer weiß, wie der Hauptdarsteller Gwenc’hlan ausgesprochen wird.

Passenderweise findet sich am Ende ein kurzer und knapper Abriss zu den wahren historischen Bezügen. Natürlich muss der interessierte Leser für weitergehende Informationen ein Lexikon bemühen. Das kann auch dieser Sammelband nicht liefern.

 

Optik

Selbstverständlich kommt das eigentliche Gefühl für die Zeit und die Umstände der Geschichte mit den teilweise opulenten Zeichnungen und Illustrationen. Zuweilen gibt es zwar tatsächlich einige Fratzen zu sehen (wie in manch anderen Lesermeinungen zu lesen ist) und der Zeichner hat es mit der überspitzen Darstellung etwas übertrieben. Im großen und Ganzen ist die optische Qualität dennoch über alle Zweifel erhaben.

Nicht nur farblich passt das Gesehene sehr gut zum Erzählten, auch die Figuren sind treffend und markant gezeichnet. Obgleich auch hier es hin und wieder übertrieben wird, so wird dem Auge unwahrscheinlich viel geboten.

 

Gewaltdarstellung

Dieser Comic richtet sich eindeutig an Erwachsene und spart nicht mit Gewaltdarstellungen. Auch unterstreicht er durch eine gewollte Darstellung die Fraktion der Bösen derart massiv, dass sich die Autoren in ihrem Vorwort von jeglicher Parteiergreifung oder Gewaltverherrlichung distanzieren.

»Auf halben Wege zwischen Abenteuergeschichte und mittelalterlichem Thriller, verfolgt es einzig das Ziel, Sie zu unterhalten.«
aus dem Vorwort des Sammelbands.

Allein das Cover lässt schon vermuten, dass sich das Buch noch nicht mal für einen kurzen Blick eine Kindes eignet, weshalb ich es tatsächlich nur dann lesen konnte, als meine Kinder schon im Bett waren.

 

Fazit

Eine interessante Geschichte, eine opulente Grafik und markante Charaktere machen diesen Comic in jeglicher Hinsicht zu einem Hingucker. Dass es sich bei diesem Buch um einen limitierten Sonderband handelt, der großformatig auf fast 300 Seiten die Geschichten erzählt, unterstreicht diesen Eindruck.

 

 


Dieses Buch enthält explizite Gewaltdarstellungen und
ist somit nicht für zartbesaitete oder minderjährige Leser geeignet.

 

 

Immer wieder zeigen größflächige Doppelseiten die zeichnerischen Fähigkeiten der Illustratoren
Noch mehr Eindrücke gibt es auf der Verlagsseite des Splitter-Verlags.

Mittlerweile sind drei weitere Bände aus dieser Reihe erschienen. Ein Beendigung der Reihe ist hingegen nicht in Sicht.

 


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