[Statistiken] Die Top 5 des Quartals

Bevor ich auf das Quartal zurückblicke, schaue ich auf die Zugriffe des Blogs. Nicht nur, weil ich hin wieder danach gefragt werde, sondern derart im Detail auch, um zu verstehen, wie das Netz funktioniert und wie die Daten fließen. Und ein Blick „hinter die Kulissen“ gibt ein Aufschluss darüber.

Im ersten Quartal war deutlich mehr los auf diesem Blog, weswegen die Zugriffsraten nochmals gestiegen sind. Die Hits sind auf 150.000 pro Monat (2017 58.000) und die Visits auf 23.000 pro Monat (12.000) gestiegen. Allerdings sind das wie gehabt die ungefilterten Daten. Wenn ich die Daten filtere und die Roboter & Co. aussortiere, bleiben 82.000 (Juli 2017 62.000) Hits und 10.800 (Juli 2017 6800) Visits.

Auch wenn 10.000 Besucher pro Monat nach viel klingt, merkt der Leser: Dieser Buchblog bewegt sich in der Nische und ist weit entfernt von den Beauty- oder Travel-Blogs, die solche Zahlen pro Tag verzeichnen können und nicht pro Monat.

 

Datenquellen

In meinen letzten Beiträgen von Jan 2017 und Jul 2017, in denen ich auf die Zahlen des Blogs geschaut habe, stellte ich mir diese Frage nicht: Woher stammen die Daten? Das möchte ich (vermutlich in einer einmaligen Aktion) mit diesem Beitrag ändern. Ich nutze drei Tools, um meinen Blog zu analysieren. Zum einen WordPress selbst (mit dem Jetpack), Webalizer, das mir von meinem Hoster zur Verfügung gestellt wird und die Suchanfragen von Google.

Der Webalizer analysiert auf Tages- und Monatsbasis die Daten und liefert darüber hinaus keine Analysemöglichkeiten. Dafür zeigt mir dieses Tool wirklich alle Besucher, inklusive die Roboter und Crawler, die sich im Netz tummeln. Natürlich könnte ich die Daten herunterladen und manuell auswerten, aber das ist mir die Mühe dann doch nicht Wert.

WordPress filtert die Zugriffe automatisch, so dass wirklich nur „echte“ Besucher angezeigt werden. Allerdings beschleicht mich das Gefühl, dass WordPress ein bisschen zu viel herausfiltert. Welche Algorithmen dahinterstehen, weiß nur WordPress.

Noch viel weniger weiß die Netzgemeinde, was Google so treibt. Allerdings bezieht sich diese Statistik tatsächlich nur auf die Google-Zugriffe und nicht auf die tatsächlichen Zugriffszahlen, die Google nicht kennen kann. Allerdings kommen gut die Hälfte der Besucher meines Blogs von Google.

 

Die Top 5 des Blogs

Außer Konkurrenz laufen bei den Top 5 die statischen Seiten, wie z.B. die Startseite oder die Leseliste, die mit Abstand am häufigsten gesucht, gefunden und besucht werden. Es geht also ausschließlich um die Beiträge, die ich schreibe.

 

Google

Die Klickrate oder CTR gibt an, wie oft ein Beitrag in den Suchergebnissen angezeigt und dann auch angeklickt wurde. Gute Werte liegen bei 4% und höher.
Das CTR des gesamten Blogs liegt zwischen drei und vier Prozent. Die Beiträge aus den Top 5 kommen zu deutlich höheren Werten von 30-40%. Die Hits liegen zwischen 75 für den fünftplatzierten und 238 für den Erstplatzierten. Die Impressionen entsprechend nicht sehr viel höher als 500 – bis auf den Sex-Beitrag …

 

Platz 5: Gejagt: Die Chronik des Eisernen Druiden 6

Warum gerade der sechste Teil der Reihe „Die Chronik des Eisernen Druiden“ öfters auf Google gelistet wird als die anderen Teilen, erschließt sich mir nicht so recht. Man muss ja auch nicht alles verstehen.

 

Platz 4: Sex Story

Sex geht immer. Dabei ist dieses Buch tatsächlich als Kulturgeschichte geschrieben und nicht als Porno oder Aufklärungsbuch. Weil Sex via Google offenbar immer noch oft gesucht wird, ist der CTR bei diesem Beitrag recht gering. Die Suchenden suchen eben etwas anderes als die Kulturgeschichte des Sex.

 

Platz 3: Der dunkle Turm als Graphic Novel

Schon über einen längeren Zeitraum wird mein persönliches Special zur Graphic Novel Umsetzung von Stephen Kings „Der dunkle Turm“ regelmäßig über Google gesucht und gefunden. Ein bisschen sind die Verlage und Online-Shops selbst Schuld, weil es kaum eine übersichtliche Darstellung aller Bände gibt.

 

Platz 2: Das Internet muss weg

Diese Buchbesprechung ist eine der wenigen, die sich zumindest für zwei Tage auf der ersten Seite von Google gehalten hat, wenn man den Buchtitel ergoogelt hat. Gemerkt habe ich das erst, als es zu einem sprunghaften Anstieg der Besucherzahlen nach Veröffentlichung des Beitrags gekommen ist.

 

Platz 1: Das Alternative Ende von Hex

Unglaublich aber wahr, mein Spoiler-Artikel über das alternative Ende von Hex ist die am meisten gefundene Seite von Google. Dieser Artikel, den ich neben der eigentlich Buchbesprechung geschrieben habe, zeigt das alternative Ende des Horror-Romans Hex.

 

Webalizer

Die Besucherzahlen der einzelnen Beiträge liegen bei 228 für den fünfplatzierten bis 459 für den Erstplatzierten. Diese Zahlen enthalten natürlich alle Besucher, egal ob sie von Google oder sonst wo zu den Beiträgen geleitet wurden.

 

Platz 5: Hexenholzkrone 1

In diesem Quartal habe ich so einiges an High-Fantasy gelesen. Der Auftakt des neuesten Fantasy-Epos von Tad Williams wurde von allen Beiträgen am häufigsten gelesen.

 

Platz 4: Das Internet muss weg

Dass dieser Beitrag so weit oben rangiert, wird wohl an der guten Google-Platzierung liegen, auch wenn ich dieses Buch eher kritisch betrachtet habe.

 

Platz 3: Grün

Comic aus deutschen Landen sind noch immer rar. Kein Wunder, dass der Beitrag zu Grün viel Zuspruch fand und oft besucht wurde. Auch wenn sich an diesem Buch die Comic-Gemüter scheiden.

 

Platz 2: Kill or be Killed

Ein wahrlich ungewöhnliches, obgleich auch eine sehr blutige Graphic Novel. Ich finde dieses Buch noch immer sehr beeindruckend und warte sehnsüchtig auf den zweiten Teil.

 

Platz 1: Mein Lesejahr 2017

Diesen Beitrag habe ich relativ oft geteilt, so dass es mich nicht verwundert, dass er den ersten Platz belegt. Warum WordPress diesen Artikel so weit hinten gelistet hat, kann ich eher weniger verstehen.

 

WordPress

Die folgenden Beiträge, die WordPress findet, finden sich ebenfalls in den oberen Auflistungen, weshalb ich hier nicht näher darauf eingehe.

Platz 5: Stephen King Der dunkle Turm

Platz 4: Lesejahr 2017

Platz 3: Das Internet muss weg

Platz 2: Grün

Platz 1: Das alternative Ende von Hex

 

Auffälligkeiten

Warum der ganze Aufwand? Eingangs hatte ich erwähnt, dass mich der Datenfluss des Netzes interessiert und sind mir zwei markante Punkte aufgefallen.

Erstens: Sehr auffällig bei all den Statistiken ist, dass die Gemeinsam-Lesen- und Montagsfrage-Beiträge nur eine untergeordnete Rolle spielen und kaum auftauchen. Dafür, dass diese Beiträge unter anderem dazu da sind, um die Werbetrommel für den eigenen Blog zu rühren, fand ich das recht erstaunlich. Ich mache dort dennoch (sporadisch) weiter mit, weil mein persönlicher Hauptgrund für die Teilnahme im Auffinden neuer und interessanter Buchtitel liegt und gar nicht so sehr, um die Reichweite dieses Blogs zu erhöhen.

Diese Blogger-Mitmachbeiträge erreichen im Schnitt 50 Besucher.

Zweitens: Verschwindet gering bis vernachlässigbar ist übrigens der Einfluss der sozialen Netzwerke, was mir wie so oft in der Vergangenheit Bestätigung genug ist, dass diese Netzwerke gern von den Medien überbewertet werden. Wie sonst kann man erklären, dass viele noch immer glauben, Facebook & Co. habe viel Einfluss und sind dann enttäuscht wenn sie sehen, wie es wirklich um deren Reichweite geht? Wie sonst sollte man erklären, dass die meisten Unternehmen zwar einen Facebookauftritt haben, ihr Marketing-Budget aber woanders einsetzen?

Für mich als Buchblogger heißt das natürlich, dass ich noch weniger Energie in die Pflege der sozialen Netzwerke stecke, als ich es jetzt schon mache.

 


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