[Fantasy] Der Mond des Vergessens

Titel: Der Mond des Vergessens: Die fünf Kriegerengel 1
Autor: Durfee, Brian Lee
Genre: Fantasy
Verlag: Klett-Cotta
Wertung: ★★★★★
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Dieses Buch ist schwierig. Und das in vielerlei Hinsicht. Bietet dafür einen monumentalen High-Fantasy-Auftakt zu einer neuen Fantasy-Serie. Vor dem Problem, dieses Buch treffend zu beschreiben, stand offensichtlich auch der Verlag, denn der Klappentext verliert sich irgendwo zwischen Floskeln und Spoilern.

Viel Handlung, viel Komplexität

Ich mag es, wenn ich als Leser direkt in der Geschichte lande. In “Der Mond des Vergessens” lande ich allerdings nicht gleich in einer, sondern in mehreren Geschichten. Genre-typisch baut sich die Story nicht innerhalb eines Erzählstrangs auf, sondern aus mehreren. Dadurch dürfte sich so mancher Leser vor allem im ersten Drittel des Buchs etwas verloren fühlen.

Dabei werden die Handungsstränge geschickt gesponnen und miteinander verwoben, so dass sich nach und nach das Puzzle zusammensetzt und ich mich mehr als heimisch und wohl in dem Setting gefühlt habe. Nicht zuletzt machte dann auch der Klappentext irgendwann wieder mehr Sinn.

Geradlinige Sprache

Durfee benutzt für seine Erzählung eine sehr geradlinige und direkte Sprache. Für gewöhnlich wird der Leser vor allem in High-Fantasy-Büchern von blumigen Umschreibungen umgarnt, die hier zwar ebenfalls zu finden sind, aber nicht derart ins Gewicht fallen. Mir hat das sehr gefallen, denn dadurch wurde die Erzählung deutlich rasanter und der Spannungsbogen konnte über weite Strecken aufrecht gehalten werden.

Viele Handlungsstränge bedeutet auch viele Charaktere. Hier kann der Leser schnell den Überblick verlieren, vor allem, wenn Nebencharaktere plötzlich zu Hauptcharakteren “aufsteigen” – und umgekehrt Hauptcharaktere auch zu Nebenfiguren verkommen können. Auch sonst bricht Durfee gern mit üblichen Konventionen und spielt mit den Protagonisten der Geschichte, vor allem, wenn er sie der Geschichte hinzufügt und manchmal auch gnadenlos wieder entnimmt.

Apropos gnadenlos: In diesem Buch wird nicht an Brutalität und expliziter Gewaltdarstellung gespart. Der Leser hält mit diesem Werk kein ruhiges Fantasy-Werk in den Händen, sondern ein durchtriebenes und brutales Werk. Nicht zuletzt gilt der Ausspruch: Traue niemanden – vor allem nicht dem Autor.

 

Fazit

Was für ein grandioser Start. Hat der Leser sich ersteinmal in der Geschichte zurechtgefunden, alle Schauplätze und Charaktere geordnet, wird eine spannende und rasante Fantasy-Geschichte erzählt, die das Potential zu einer Fantasy-Epos-Serie hat, auch wenn der Begriff des Fantasy-Epos schon arg verbraucht sein mag.

Wer das High-Fantasy-Genre kennt, wird nicht darüber enttäuscht sein, dass das Buch ihn mit mehreren offenen Handlungssträngen zurücklässt, aber vielleicht darüber, dass der zweite Teil noch nicht in Sicht ist. Oder darüber, dass der zweite Teil der Serie im englischen Original (mit dem Titel “The Five Warrior Angels“) erst für Dezember 2018 angekündigt ist.

Ich kann dieses Buch nur jedem Freund des High-Fantasy ans Herz legen und auch solchen Bücherratten empfehlen, denen High-Fantasy für gewöhnlich zu langatmig und wenig rasant ist.

 


Weitere lesenswerte Buchbesprechung zu diesem Buch finden sich auf:

 

Ich erwähne bzw. kopiere grundsätzlich nicht die Klappentexte der Bücher in meine Buchbesprechungen. Wenn der Leser dieses Beitrags ihn dennoch lesen möchte, so findet er diesen auf der Seite des Klett-Cotta Verlags.

 

Im Youtube-Kanal der Hobbit-Presse findet sich auch ein Buchtrailer:

 


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