[Rezension] Das große Herder Bilderlexikon

Titel: Das große Herder Bilderlexikon
Autor:
Genre: Lexikon
Verlag: Kerle in Herder
Wertung: ★★★★☆
Bei Amazon kaufen

 

Pressetexte übertreiben zuweilen. Ein vierjähriges Kind mit einem Buch zum Träumen einladen ist dann doch etwas zu dick aufgetragen, zumal ich diese Altersempfehlung für “Das große Herder Bilderlexikon” für zu jung erachte. Ich möchte dieses Kinderlexikon allerdings nicht schlechter reden, als es ist, sondern vielmehr zeigen, was es tatsächlich bietet.

 

Thematisch aufgearbeitet

In diesem Lexikon werden quer durch Alltag und Wissenschaft diverse Themen aufgegriffen und auf einer Doppelseite präsentiert. Dabei dominieren die Bilder, die mit relativ wenig Text untermalt werden. Dadurch gibt es zwar viel zu sehen, aber Wissen wird nur bedingt vermittelt.

Das lässt die Zielgruppe erahnen, die vom Verlag mit einem Alter von vier angegeben wird. Vierjährige nehmen das Lexikon dann eher als Wimmelbuch wahr, verlieren durch die schnellen Themenwechsel allerdings schnell das Interesse. Zumindest unsere Kinder schmökern in diesem Alter noch nicht.

Wenn die Kinder älter sind, eignet sich das Lexikon sehr wohl dazu, um einen ersten Eindruck zu einem bestimmten Thema zu erhalten. Damit erinnert es recht stark an das Bilderpedia, das ich ebenfalls schon hier auf dem Blog vorgestellt habe.

 

Illustrationen

Das markanteste Merkmal dieses Lexikon besteht darin, dass es keine Fotos, sondern Illustrationen enthält. Das hat den großen Vorteil, dass die Bilder nicht als Fotocollage gestaltet werden müssen, sondern so gezeichnet wurden, dass sie als große doppelseitige Illustrationen ein stimmiges Bild abgeben.

Es sollte dabei klar sein, dass ein bestimmtes Thema lediglich in seinen Grundzügen den Kindern näher gebracht wird. Wenn der Wissensdurst der Kinder größer wird, dann müssen die Eltern sich anderen Medien widmen oder so viel eigenes Wissen mitbringen, dass sie die Bilder entsprechend erweitern können.

 

Fazit

Unsere Kinder nutzen diese Art von Lexikon tatsächlich, um sich einem Themengebiet im Allgemeinen zu nähern und nicht, um sich ziellos durch die unterschiedlichsten Wissensgebiete zu schlängeln. D.h., dass in diesem Lexikon kaum geschmökert wird und viele Themenbereiche aufgrund von Desinteresse übersprungen werden.

Dennoch wird das Lexikon immer wieder von den Kindern in die Hand genommen, um eben zu entdecken, wie es in einem Themenbereich ausschaut. Bei unseren Kindern hauptsächlich im Bereich der Fauna, aber die Schwerpunkte dürften bei jedem Kind anders gesteckt sein.

Wer lieber Fotos mag, der kann zur Bilderpedia greifen, das ähnlich aufgebaut ist und preislich nahezu identisch zum Bilderlexikon liegt.

 


Dieses Lexikon ist ausschließlich als Print verfügbar, so dass an dieser Stelle keine Amazon-Direktvorschau möglich ist. Leider stellt auch der Verlag keine Vorschau zur Verfügung, so dass der Kunde auf die Meinung anderer angewiesen ist.

 


 

Werbung

 


 

Die Verweise zu Amazon sind mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Das heißt, dass mit einem Kauf über einen dieser Links, ich von Amazon eine kleine Provision erhalte. Auf den Preis hat das keine Auswirkung.

 

One response to “[Rezension] Das große Herder Bilderlexikon”

  1. […] eher visuell unterwegs ist, der kann einen Blick auf die „Bilderpedia“ oder auf „Herders Bilderlexikon“ werfen. Beide Lexika sind sich recht ähnlich – nicht nur in der Aufmachung, sondern […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .