[Rezension] Kill or be Killed. Band 1

Titel: Kill or be Killed. Band 1
Autor: Brubaker, Ed (Autor); Breitweiser, Elizabeth (Autor); Phillips, Sean (Illustrator)
Genre: Graphic Novel
Verlag: Splitter Verlag
Wertung: ★★★★★
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Durch eine unüberlegte Tat wird Dylan zu einem dämonischen Pakt genötigt, der von ihm verlangt, sich über das Leben Gedanken zu machen. Und zwar auf eine recht besondere Art und Weise. Und zwar dergestalt, dass diese Comic-Reihe sehr außergewöhnlich werden lässt. Und zugleich  interessanter und absolut lesenswert.

 

Sprünge

Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit und hangelt sich langsam zu dem Punkt vor, an dem sich das Leben des Protagonisten Dylan grundlegend ändert. Und ab da wird der Leser mit der Frage konfrontiert, wie das Leben zu bewerten ist und ob es wirklich gerechtfertigt ist, jemandem nicht nur den Tod zu wünschen, sondern auch herbeizuführen. Das lässt den Protagonisten zum Antihelden werden, mit dem sich so mancher potentielle Leser eher identifizieren kann, als mit dem typischen Hollywoodhelden.

Der Erzählstil ist sehr interessant gestaltet und wird sehr gut, durch die wechselnde Optik im Comic unterstützt. So wird die Geschichte im Mix zwischen direkter und indirekter Rede erzählt, wobei zusätzlich die Gestaltung zwischen klassischen Comic-Kästen und doppelseitigen Illustrationen wechselt, bei denen die Texte an den Seiten angebracht sind. Ein sehr passendes Stilmittel, um diese außergewöhnliche Geschichte zu erzählen.

 

Illustration

Wenn in einem Comic in mehreren Sprechblasen folgendes zu lesen ist:

Aber ich schwöre, dass ich Teddys Namen erwähnte und dass er diesen Anblick bekam …
Die Panik, die Leute erfasst, wenn sie erwischt werden …
Den habe ich wirklich gesehen.

Und ich als Leser sehe diesen Gesichtsausdruck ebenfalls, dann zeugt das von einer großen Kunst. Nämlich der Kunst, den passenden Gesichtsausdruck samt Gefühlsregungen auf den dargestellten Bildern zu zeigen.

Grundsätzlich ist die Geschichte realitätsnah gezeichnet und es finden sich keine überzeichneten und übertriebenen Darstellungen, was zusammen das Erlebnis nochmals intensiviert. Ich finde, dass dieser Comic zeichnerisch auf einem sehr hohem Niveau anzusiedeln ist. An vielen Stellen war ich überrascht, mit welcher Aussagekraft die Bilder behaftet sind.

 

Fazit

Der Auftakt dieser mehrteiligen Reihe ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Nicht nur die famose Optik kann überzeugen, auch die Geschichte weiß den Leser an das Buch zu fesseln. Gespikt mit einer gehörigen Portion Selbstkritik am eigenen Staat und mit zahlreichen blutigen Szenen, ist dieses Erlebnis allerdings einem erwachsenen Publikum vorbehalten.

Es sollte klar sein, dass ein Comic-Reihenauftakt die Geschichte nicht zu Ende führt, sondern den Leser lediglich in die Geschichte einführt. Und auch, wenn im englischen Original schon etliche Teile veröffentlicht wurden, so muss sich der deutsche Leser in Geduld üben, denn der zweite Teil wird erst Anfang Juli erscheinen, Teil drei folgt dann im Oktober.

 

 


Dieses Buch enthält explizite Gewaltdarstellungen und
ist somit nicht für zartbesaitete oder minderjährige Leser geeignet.

 

Im englischen Original sind mittlerweile mehrere Bände aus dieser Reihe erschienen. Eine Beendigung der Reihe ist nicht in Sicht. Weitere Informationen zu der Reihe finden sich auf den Seiten des Splitter-Verlags.

 


 

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Weitere Hinweise zu Rezensionsexemplaren findet sich auf der Verlagsübersichtsseite.
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2 responses to “[Rezension] Kill or be Killed. Band 1”

  1. […] Ebenfalls auf diesem Blog zu finden: Kill or be Killed. Band 1 […]

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