[Rezension] Locke & Key

 

Titel: Locke & Key, Band 1 – Master Edition
Autor: Hill, Joe; Rodríguez, Gabriel
Genre: Graphic Novel / Horror
Verlag: Panini
Wertung: ★★★★★
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Den Kings muss ein Horror-Gen mitgegeben worden sein. Wie sonst kann man erklären, dass nicht nur der Vater Stephen, sondern auch seine Söhne Owen und Joe sich diesem Genre verschrieben haben? Nicht nur, dass die Familie scheinbar schriftstellerisch arg vorbelastet ist, sondern sie tummelt sich zugleich sehr erfolgreich in einem Genre, das eigentlich ein Nischendasein fristet.

Das erste Gemeinschaftswerk von Stephen und Owen King – Sleeping Beauties – konnte mich nicht so recht begeistern. Dafür umso mehr diese Graphic Novel, bei der Joe Hill seines Zeichens für die Story verantwortlich ist. Joe Hill ist das Pseudonym, von Joseph Hillstrom King (das „Sandwich-King-Kind). Für die Zeichnung ist der chilenische Künstler Gabriel Rodriguez verantwortlich, der schon einige herausragende Werke geschaffen hat.

 

Story

Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist nicht nur herrlich abgedreht, sondern zugleich sehr verworren und durchaus anspruchsvoll zu lesen. In einer Graphic Novel oder einem Comic sieht man dann doch nicht so oft derartige Zeitsprünge, die nicht immer auf den ersten Blick selbsterklärend sind, sondern den Leser hin und wieder dazu zwingen, sich zu konzentrieren, um das Geschehen passend einzuordnen.

Bei allem Anspruch (oder vielleicht gerade deswegen) hat es wirklich Spaß gemacht, diese Geschichte zu lesen, auch wenn hin und wieder der Gewaltgrad derart hoch ist, dass „Spaß“ vielleicht der falsche Begriff ist.

 

Optik

Bestärkt wurde die Lesefreude ganz eindeutig durch die großartige zeichnerische Umsetzung der Geschichte. Die Gesichter sind zuweilen zwar auffällig markant, aber eben das kennzeichnet sie auch aus und macht sie derart unverwechselbar, dass es tatsächlich eine Stütze für den Leser ist, um der Geschichte zu folgen und die zahlreichen Charaktere eindeutig auseinanderzuhalten. Verwechslungsgefahr ist somit ausgeschlossen.

Zuweilen haben einzelne Bilder einen sehr großen künstlerischen Wert, so dass sich dieses Buch allein schon deshalb von einem gewöhnlichen Comic abhebt. Allein die Umsetzung der „Blicke in den Kopf“ könnte sich als Kunstdruck an einer Wand durchaus sehen lassen.

 

Fazit

Dieser Sammelband ist mit über 300 Seiten erfreulich umfangreich und mit der gebotenen Optik ebenso erfreulich hochwertig. Eine absolut passende Präsentation für eine grandiose Horror-Graphic-Novel, die nicht nur mit einer anspruchsvollen Story daherkommt, sondern ebenso mit einer künstlerisch genialen Umsetzung der Geschichte.

Ich war von diesem Werk in jeglicher Hinsicht begeistert und kann dieses Buch bedenkenlos empfehlen. Wer sich bisher von Graphic-Novels ferngehalten hat, sollte hier die Gelegenheit ergreifen, um sich diesem interessanten Medium zu widmen.

Zum Schluss noch die Anmerkung, dass geplant wird, die Master-Edition in vier Bänden zu veröffentlichen.

 

 


Dieses Buch enthält explizite Gewaltdarstellungen und
ist somit nicht für zartbesaitete oder minderjährige Leser geeignet.

 

Wie bei allen Graphic Novel empfiehlt sich, das E-Book nicht mit einem Kindle, sondern mit einem Tablet zu lesen. Aus diesem Grund gibt es an dieser Stelle keine Amazon-Direktvorschau ins Buch. Amazon bietet allerdings einen „Blick ins Buch“. Panini selbst hat ein interessantes Video zu diesem Band veröffentlicht:

 

 


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Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Panini-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Weitere Hinweise zu Rezensionsexemplaren finden sich auf der Verlagsübersicht.
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One response to “[Rezension] Locke & Key”

  1. […] Nächsten“ ein sehr beeindruckendes Werk ist, so fiel meine Wahl auf das Kunstwerk „Locke & Key„. Dabei ist Kunstwerk durchaus wörtlich zu […]

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