Turnschuhe (Story Selection 24) ★★★★★

Wie gruselig. Da gehst Du in die Toilette und entdeckst ein schäbiges Paar Turnschuhe unter der Kabinentüre. Und am nächsten Tag wieder. Und wieder. Immer an der gleichen Stelle, ohne dass sie sich bewegt haben. Und zu allem Überfluss, kommen tote Insekten hinzu. Gruselig.

Das möchte diese Kurzgeschichte von Stephen King sein. Es ist definitiv keine Horrorgeschichte, sondern eine zum Gruseln. Und eine gute noch dazu. Auch wenn sie einige Kingsche Eigenarten aufweist. Oder vielleicht deswegen?
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Der Nebel (Story Selection No. 27) ★★★★★

Nebel hat etwas unheimliches an sich. Nicht umsonst steht er regelmäßig im Mittelpunkt zahlreicher Geschichten. Wie zum Beispiel in „Der Nebel“ von Stephen King. Eine mit 130 Seiten Umfang etwas längere Kurzgeschichte, die zu dem seinem Ruf als „Meister des Horrors“ gerecht wird.

Es beginnt mit einem heftigen Sturm, den eine dreiköpfige Familie in einem Haus an einem See miterleben musste. Ein Sturm, den das nördliche Neuangland bis dato noch nicht gesehen hat. Oder zumindest so schwer, wie es David Drayton mit seiner Frau und seinem Sohn Billy noch nie erlebt hat.

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Der Affe (Story Selection No. 43) ★★★★★

ape

Was stimmt mit diesem Affe nicht? Es ist doch nur ein einfacher Plüschaffe mit zwei Zimbeln. Aber irgendwas ist mit ihm, denn ansonsten hätte Hal nicht die Angst überfallen, als sein Sohn Dennis ihn aus einem Ralston-Purina-Karton* herausgezogen hatte.

Es war nicht nur einfach Angst, sondern ein blankes Entsetzen, das ihn überkam, so dass er beinahe laut aufgeschriehen hätte. Es muss irgendwas an diesem Affen sein. Nur was?
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Der Mann im schwarzen Anzug (Story Selection No. 23) ★★★★☆

„Was man niederschreibt, verlässt einen manchmal für immer […]“ Schon im ersten Absatz dieser Kurzgeschichte ist diese Wahrheit zu lesen und der Grund für viele aufgeschriebene Geschichten so vieler Menschen. Wie zum Beispiel die von Gary, der als über Neunzigjähriger versucht so seinen Frieden und seine Freiheit zu finden, in dem er aufschreibt, was ihm als Neunjähriger widerfahren ist.

Er erzählt unter welchen Umständen er damals lebte und wie es dazu kam, dass er allein am Fluss auf einmal dem Leibhaftigen gegenüberstand. Der Teufel höchstselbst gab ihm die Ehre. Und obwohl der Teufel „der Vater aller Lügen war“, glaubte Gary ihm.

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Faire Verlängerung (Story Selection 29) ★★★☆☆

Jeder braucht eine Verlängerung. Eine Kreditverlängerung, eine Haarverlängerung, eine Realitätsverlängerung. Aber bitte keine Verkürzung, denn dafür ist jemand anderes zuständig. Diese Kurzgeschichte beginnt mit viel Witz und trieft nur so vor Sarkasmus.

Denn manchmal braucht der Mensch eine Lebensverlängerung, so wie Streeter, der unheilbar an Krebs erkrankt ist und sich auf dem besten Weg ins Jenseits befindet. Auf den ersten 24 Seiten der 37 Seiten umfassenden Kurzgeschichte entwickelt sich die Geschichte weiter und geizt weiterhin nicht mit Witz.
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Feuerwerksrausch (King Story Selection 4) ★★★★☆

„Der Begriff Genre interessiert mich allerdings herzlich wenig.“ Mit diesen Worten macht Stephen King im Vorwort zu dieser Kurzgeschichte klar, was die Fans spätestens seit „Der dunkle Turm“ wissen. Viele seiner Geschichten gehören keinem bestimmten Genre an. „Feuerwerksrausch“ gehört dazu. Ich persönlich würde sie als humorvolle Unterhaltungsgeschichte betrachten.

Der Originaltitel „Drunken Fireworks“ spiegelt übrigens eher wieder, was King mit seiner Geschichte ausdrücken wollte. Besoffene, die mit Feuerwerk hantieren, ist schlecht. Eine Erfahrung, die viele in unseren Landen erst kürzlich wieder machen durften.
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Ein bisschen angeschlagen (King Story Selection 2) ★★★☆☆

In einem bösen Traum gefangen sein. Dieser Satz lässt Spielraum für viele Interpretation. Stephen King spukte wohl dieser Satz durch den Kopf, als er seine Kurzgeschichte geschrieben hat. Immerhin kündigt er im Vorwort an, dass der Leser in dieser Geschichte dem Erzähler ein Schritt voraus ist.

Und recht hat er, wobei er selbst es als okay empfindet. Aber er nimmt selbstverständlich jegliche Spannung aus der Geschichte, wenn er schon zu Anfang erzählt worauf es hinausläuft. Bleibt natürlich noch die Beschreibung des einen Tags von Mr. Franklin, der aus der Ego-Perspektive erzählt, wie er ihn verbringt.
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Big Driver – Stephen (King Story Selection No. 42)

Welch geniale Kurzgeschichte. Die allerdings wenig rühmlich beginnt. Nämlich mit der Vergewaltigung der Schriftstellerin Tess. Nachdem sie eine Panne mit ihrem Jeep hatte. Kurz nachdem Sie über mit Nägeln bespickte Holzbretter gefahren war. Auf einer Strecke, die sie als Abkürzung von einer Bibliothekarin empfohlen bekommen hatte.

Ein schreckliches Ereignis, das für sich allein schon den Leser schockiert zurücklässt. Und noch vielmehr Tess, die angesichts dieser Tat ihren Verstand zu verlieren droht. Auf eine sehr eindrückliche und auch beklemmende Art und Weise nimmt der Leser daran Teil, wie Tess den Verstand verliert und wie sie ihr weiteres Vorgehen plant.

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1408 (Stephen King Story Selection No. 34)

1408 gehört zu den wenigen Büchern, von denen ich zuerst die Verfilmung gesehen habe, bevor ich mich ihnen in Schriftform genähert habe. Die wirklich gute Verfilmung mit dem Namen Zimmer 1408 mit John Cusack in der Hauptrolle und Samuel L. Jackson in einer Nebenrolle, nutzt diese Kurzgeschichte aber nur als Basis für eine Geschichte, die am Ende doch sehr anders ist.

Mike Enslin ist Autor einer Gruselreihe, in denen er beschreibt, wie es ist, wenn er sich an Orten aufhält, an denen es vermeintlich spukt. Ganze drei Bücher hat er nun veröffentlicht und ist per Zufall auf einen neuen Ort gestoßen, an dem es spuken soll. Zimmer 1408 befindet sich auf der dreizehnten Etage des New Yorker Dolphin Hotels. In diesem Zimmer hat es seit über 20 Jahren keinen zahlenden Gast mehr gegeben. Der Hoteldirektor Gerald Olin hat es nicht mehr vermietet, nachdem über 50 Gäste in diesem Zimmer gestorben sind.
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Das Haus in der Maple Street (Stephen King Story Selection No. 44)

Es sind die vier Geschwister Melissa, Brian, Laurie und Trent, die nach und nach erkennen, dass mit ihrem Haus etwas nicht stimmt. Genau genommen ist es Melissa, die es als erstes erkennt. Die Kurzgeschichte von Stephen King beginnt mit dieser Entdeckung des jüngsten Sprosses, wobei der Einleitungssatz ein wenig merkwürdig ist. „Obwohl sie erst fünf […] war, hatte Melissa ausgezeichnete Augen; […].“

Dies ist glücklicherweise das einzig Ungewöhnliche hinsichtlich der Erzählweise, wobei es sich hierbei auch um einen Übersetzungsfehler handeln könnte. Ansonsten schmiegt sich diese Kurzgeschichte sehr gut in das Kingsche Gesamtwerk ein, denn er bedient sich der klassischen Klischees, die schon sehr oft Basis für seine Geschichten waren.
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