Der Fährmann ★★★★☆

© 2017 Buchheim Verlag

Der Fährmann bringt die Toten für einen kleinen Obolus über den Totenfluss Styx ins Totenreich bzw. zum Eingang des Hades. Soweit die griechische Mythologie.

Aber was passiert, wenn es sich dabei nicht um einen Mythos handelt? Was, wenn der Fährmann Realität wird und seine Finger in die hiesigen Gefilde ausstreckt? Was, wenn die Grenze zur Realität verschwimmt?

Genau das geschieht in diesem Buch, das allein schon deshalb Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, weil Olaf Buchheim von diesem Titel derart begeistert war (und ist), dass er kurzerhand es aus dem Amerikanischen hat übersetzen lassen und einen eigenen Verlag gegründet hat, um es dem deutschen Leser näher zu bringen.

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Die Überfahrt ★★★★★

Als ich die ersten Meinungen zu dem Buch „Die Überfahrt“ gelesen habe, war ich enttäuscht, dass gespoilert wurde, was genau das Grauen ist, das den über Tausend Menschen der Ostseefähre Baltic Charisma auf ihrem Weg von Schweden nach Finnland widerfährt.

Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, ist dieser Aspekt zweitrangig geworden, denn in welcher Form das Grauen auf die Fähre gelangt, spielt weniger eine Rolle. Es geht vielmehr um die Menschen, die mit dieser Fähre unterwegs sind. View full post…

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Skin Medicine: Die letzte Grenze ★★★☆☆

Western. Wer einen Western sucht, ist hier genau richtig. Horror. Oh, ja, denn dieses Buch trieft nur so vor blutigen und teilweise stark überzeichneten Beschreibungen von Gewalt. Comic. Tatsächlich erinnert vieles an diesem Buch an ein Comic, obwohl kein einziges Bild enthalten ist. Thriller. Nein, das sicher nicht. Spannung wollte nicht so recht aufkommen.

Ob die Welt 1882 in einer Goldgräbersiedlungen wirklich so trostlos war? Ich vermag es nicht zu sagen, aber Tim Curran beschreibt die Westernstädte in seinem Buch wie heruntergekommene Löcher, in denen die Menschen mehr Recht als Schlecht ihr Geld verdienen.
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Der Nebel (Story Selection No. 27) ★★★★★

Nebel hat etwas unheimliches an sich. Nicht umsonst steht er regelmäßig im Mittelpunkt zahlreicher Geschichten. Wie zum Beispiel in „Der Nebel“ von Stephen King. Eine mit 130 Seiten Umfang etwas längere Kurzgeschichte, die zu dem seinem Ruf als „Meister des Horrors“ gerecht wird.

Es beginnt mit einem heftigen Sturm, den eine dreiköpfige Familie in einem Haus an einem See miterleben musste. Ein Sturm, den das nördliche Neuangland bis dato noch nicht gesehen hat. Oder zumindest so schwer, wie es David Drayton mit seiner Frau und seinem Sohn Billy noch nie erlebt hat.

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Der Affe (Story Selection No. 43) ★★★★★

ape

Was stimmt mit diesem Affe nicht? Es ist doch nur ein einfacher Plüschaffe mit zwei Zimbeln. Aber irgendwas ist mit ihm, denn ansonsten hätte Hal nicht die Angst überfallen, als sein Sohn Dennis ihn aus einem Ralston-Purina-Karton* herausgezogen hatte.

Es war nicht nur einfach Angst, sondern ein blankes Entsetzen, das ihn überkam, so dass er beinahe laut aufgeschriehen hätte. Es muss irgendwas an diesem Affen sein. Nur was?
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Ein bisschen angeschlagen (King Story Selection 2) ★★★☆☆

In einem bösen Traum gefangen sein. Dieser Satz lässt Spielraum für viele Interpretation. Stephen King spukte wohl dieser Satz durch den Kopf, als er seine Kurzgeschichte geschrieben hat. Immerhin kündigt er im Vorwort an, dass der Leser in dieser Geschichte dem Erzähler ein Schritt voraus ist.

Und recht hat er, wobei er selbst es als okay empfindet. Aber er nimmt selbstverständlich jegliche Spannung aus der Geschichte, wenn er schon zu Anfang erzählt worauf es hinausläuft. Bleibt natürlich noch die Beschreibung des einen Tags von Mr. Franklin, der aus der Ego-Perspektive erzählt, wie er ihn verbringt.
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Vier nach Mitternacht ★★★★★

Ich wünsche allen Lesern dieses Blog ein frohes neues Jahr. Als langjähriger Leser von Stephen King habe ich mein Lesejahr entsprechend gestartet. Natürlich habe ich dieses Mammutwerk schon im vorigen Jahr begonnen und erst kürzlich abgeschlossen.

Meine eigene Vorbemerkung

Es ist manchmal wirklich toll, ein Buch ein zweites Mal in die Hand zu nehmen. Das gilt insbesondere dann, wenn man von einem Schriftsteller mehrere Bücher gelesen hat. So geschehen ist das bei mir mit dem Buch „Vier nach Mitternacht“ von Stephen King, das vier Novellen enthält, die vorher schon mal als „Langoliers“ und „Nachts“ erschienen sind.

Langoliers habe ich als Deutsche Erstausgabe aus dem Jahre 1991 vorliegen. Darin enthalten sind die ersten beiden Geschichten aus „Vier nach Mitternacht“. Damals sind die Bücher als Paperback erschienen und Langoliers hat einen glänzenden türkis-grünen Umschlag. Interessant sind die Gedanken von Stephen King, die er sich zu den Büchern gemacht hat (und die in der Neuausgabe eins zu eins übernommen wurden).
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Deadlands – Ghostwalkers ★★★☆☆

Ein untoter Pteranodon fliegt in einer riesigen unterirdischen Höhle über die Köpfe der Protagonisten hinweg. Wer bei einem solchen Satz gedanklich schon aussteigt, hat vermutlich wenig übrig für eine sehr schräge Welt und wird demzufolge auch wenig Freude an diesem Buch haben.

Das Deadlands-Universum, in dem dieses Buch angesiedelt ist, spielt im Jahre 1876 auf dem amerikanischen Kontinent. Ein riesiges Erdbeben hat große Teile der Westküste vernichtet und den sogenannten Geisterstein zutage gebracht, mit dem allerlei technisches Spielzeug entwickelt werden kann. Am ehesten sind diese Entwicklungen und Maschinen mit denen aus den Steampunk-Welten vergleichbar.

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Friedhof der Kuscheltiere

Dieses Buch wurde 1990 gedruckt und gekauft. Mittlerweile ist das 26 Jahre her. Da kann man schon mal nostalgisch werden, auch wenn sich noch ältere Bücher in meinem Fundus befinden, die ich von meinen Eltern übernommen habe.

Dieses Buch ist für mich aber dennoch etwas Besonderes. Es ist mein erstes Buch von Stephen King und läutete in meiner Leseentwicklung einen Wendepunkt ein. Es war nämlich nicht nur mein erstes Horrorbuch, sondern es ist zudem ein besonders gutes.

Die Rede ist von „Friedhof der Kuscheltiere„. Ein Buch, das nebenbei bemerkt auch recht gut verfilmt wurde, wobei sich der Film erstaunlich nah an der Buchvorlage orientiert.
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Big Driver – Stephen (King Story Selection No. 42)

Welch geniale Kurzgeschichte. Die allerdings wenig rühmlich beginnt. Nämlich mit der Vergewaltigung der Schriftstellerin Tess. Nachdem sie eine Panne mit ihrem Jeep hatte. Kurz nachdem Sie über mit Nägeln bespickte Holzbretter gefahren war. Auf einer Strecke, die sie als Abkürzung von einer Bibliothekarin empfohlen bekommen hatte.

Ein schreckliches Ereignis, das für sich allein schon den Leser schockiert zurücklässt. Und noch vielmehr Tess, die angesichts dieser Tat ihren Verstand zu verlieren droht. Auf eine sehr eindrückliche und auch beklemmende Art und Weise nimmt der Leser daran Teil, wie Tess den Verstand verliert und wie sie ihr weiteres Vorgehen plant.

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