[Rezension] Die Nornenkönigin

Titel: Das Geheimnis der Großen Schwerter 03: Die Nornenkönigin
Autor: Williams, Tad
Genre: Fantasy
Verlag: Klett-Cotta
Wertung: ★★★★★
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Das Besondere an dem Fantasy-Epos „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ ist die Vielseitigkeit der erzählten Handlungen. Bleiben viele andere Erzählungen bei den Hauptprotagonisten, werden hier etliche Handlungsstränge eröffnet, die die Geschichte aus den verschiedensten Perspektiven darstellen.

Da ist es wenig verwunderlich, dass der deutsche dritte Teil „Die Nornenkönigin“ einen Umfang von insgesamt 865 Seiten aufweist und als dritter Teil einer Trilogie in zwei Teile aufgeteilt wurde. Immerhin gibt es im Buch einige Hilfestellungen für den Leser, damit er nicht den Überblick verliert. So richtig brauchen, tut er es meiner Meinung allerdings nicht.

 

Schwerpunkte

Wie schon in den beiden Vorgängern bekommt jede Figur und jede Handlungen ihrem benötigten Raum in dieser Erzählung. Wie z.B. die Nebenfigur Rachel auf dem Hochhorst, die sich im Schatten der Nornen das Überleben sichert. Dennoch legt dieser dritte Teil seinen Schwerpunkt eindeutig auf die Hauptprotagonisten Simon und Miriamel, obgleich sie natürlich ihrerseits von weiteren Hauptfiguren der Geschichte umgeben sind.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Wirken der „guten Fraktion“ der Geschichte, denn auch das Schicksal der Hernystiri Maegwins und der Sithi werden beleuchtet und geschickt in die Haupthandlungsstränge miteingeflochten, so dass es nachher deutlich weniger Handlungsstränge gibt.

Die „dunkle Fraktion“ rund um den dem Hochkönig Elias und den Priester Pryrates spielen hingegen ebenso eine untergeordnete Rolle wie die titelgebende Nornenkönigin Utuk’ku. Fast würde ich mir wünschen, dass ihenen mehr Platz eingeräumt worden wäre, aber wie lang wäre dann das Buch geworden?

 

Unterhaltung

Aber bei aller Komplexität ist der Unterhaltungswert und der Spannungsbogen in diesem dritten Teil weiterhin sehr hoch. Es gibt nur wenige Längen, dafür sehr viel Abwechslung. Der Schreibstil sorgt dafür, dass ich mich trotz der Komplexität der Geschichte gut zurechtfinden konnte. Ich hatte mich an keiner Stelle des Romans im Buch verloren gefühlt.

 

Vierteilige Trilogie

Spätestens jetzt sollte klar sein, dass es sich um eine Trilogie handelt, die aufeinander aufbaut und nicht für sich alleine gelesen werden kann. Dass im Deutschen aus der Trilogie eine Tetralogie wurde, ist dem Umstand geschuldet, dass die übersetzten Texte deutlich umfangreicher wurden als im englischen Original.

Deshalb ist es auch wenig verwunderlich, dass dieser dritte Teil gefühlt mitten in der Geschichte endet. Es wurde einfach ein Schnitt in der Mitte des Werks vorgenommen, wie es vom Autor nicht vorgesehen war, weshalb der verte Teil „Der Engelsturm“ quasi ebenso zur Pflichtlektüre wird, wenn der Leser wissen möchte, wie dieser Epos endet.

 

Fazit

Keine Frage, man benötigt Ausdauer, um diesem Epos zu folgen. Aber der Unterhaltungswert ist ohne gleichen. Ein solches Fantasy-Epos zu schreiben, mit all seinen Facetten, ist sehr phänomenal, weshalb diese Trilogie bzw. Tetralogie ein Quasi-Muss für jeden Fantasyliebhaber darstellt.

Ich habe allerdings auch vollsten Verständnis für Genrefremde, für die solche phantastischen komplexen Epen eher abschreckend als einladend gegenüberstehen.

 

Über die Übersicht meiner persönlichen Fantasy-Highlights der letzten Jahre gelangt der Leser zu den Rezensionen der anderen Teile.

 


 

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2 responses to “[Rezension] Die Nornenkönigin”

  1. […] komplexen Epen eher abschreckend als einladend gegenüberstehen. Gestern ging meine Rezension zu Die Nornenkönigin […]

  2. […] komplexen Epen eher abschreckend als einladend gegenüberstehen. Gestern ging meine Rezension zu Die Nornenkönigin […]

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