[Rezension] Das Erwachen des Feuers

 

Titel: Das Erwachen des Feuers – Draconis Memoria Buch 1
Autor: Ryan, Anthony
Genre: Fantasy
Verlag: Klett-Cotta
Wertung: ★★★★★
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Endlich spielen mal wieder Drachen die Hauptrolle in einem Fantasy-Roman. Der im Grunde genommen vieles in sich vereint. Und deshalb nicht nur für Fantasy-Freunde interessant ist.

 

Komplexität

Drei Hauptprotagonisten, drei Handlungen. Das Buch wird aus Sicht von drei sehr unterschiedlichen Charakteren erzählt, die jeder für sich seine Geschichte erleben. Natürlich gibt es hin und wieder Überschneidungen, in denen sich die Handlungen kreuzen, aber im Großen und Ganzen existieren sie nebeneinander.

Der Blick auf dieses große Ganze und auf die übergeordnete Handlung geht dabei nicht verloren, wobei das Buch hierdurch eine Komplexität erhält, die nicht jedermanns Sache sein dürfte. Ich persönlich finde, dass Ryan den Charakteren ein derart individuelles Eigenleben geschenkt hat, dass beim Leser eigentlich keine Verwirrung aufgrund der Komplexität entstehen sollte.

Storyline

Der gesamte Plot ist vollkommen stimmig und sehr interessant aufgebaut und erzählt. Viele neue frische Ideen werden hier mit bekannten Elementen vermischt. Dabei durchbricht Ryan alle Genregrenzen. Wir haben es hier nicht nur mit einem High-Fantasy-Buch, sondern auch zugleich mit einem Agententhriller, Spionageroman und einer Abenteuergeschichte zu tun.

Das spricht für einen hohen Spannungsbogen und zahlreiche Wendungen, sowie für schillernde Gestalten und diverse Überraschungen voll von Verrat und Intrigen. Aber auch epische Schlachten und wildes Gemetzel sind in diesem Buch vorhanden. Es existieren zwar keine expliziten Splatter-Elemente, aber das Buch richtet sich eindeutig nicht an ein junges Publikum. So wie auch die sprachliche Komplexität so manchen Jugendlichen ggf. überfordern dürfte.

 

Trilogie & Cliffhanger

Klett-Cota macht im Gegensatz zu anderen Verlagen glücklicherweise keinen Hehl daraus, dass es sich bei diesem Buch um eine Trilogie handelt. Somit weiß der Leser, dass die Geschichte nicht zu Ende erzählt worden ist, wenn er die letzte Seite erreicht hat. Es gibt natürlich ein offenes Ende und die begonnenen Handlungsstränge möchten noch zu Ende erzählt werden, aber die Episode findet ein Ende.

Und das finde ich gut, dass dieses Buch nicht mit einem Cliffhanger endet und den Leser zum Ende im Regen stehen lässt, sondern dass die Geschichte ein rundes und stimmiges Ende findet.

 

Fazit

Dieses Buch ist sicherlich ein Fantasy-Highlight. Ich finde, dass Klett-Cota prinzipiell ein sehr gutes Händchen bei der Auswahl seiner Bücher hat und der Verlag macht auch mit diesem Werk keine Ausnahme. Die Geschichte ist abwechslungs- und wendungsreich über übliche Genregrenzen hinweg erzählt, kann authentischen Charakteren aufwarten und überzeugt mit einem packenden Sprachstil. Wer an diesem Buch vorbeigeht, hat sicherlich etwas verpasst.

 

 

Das Buch hat 725 Seiten, wodurch die Amazon-Direktvorschau erfreulich umfangreich ausfällt:

 


One response to “[Rezension] Das Erwachen des Feuers”

  1. […] ich drei Wochen in Folge Das Erwachen des Feuers von Anthony Rayn gelesen habe, kann ich heut ein neues Werk hier vorstellen. Derzeit lese ich den […]

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