Ein paar Gedanken zu Selfpublisher-Werken

In Kürze erscheint der dritte Teil der Grenzen-Saga „Von den Herrschern der See“ von Rebekka Mand. Das Besondere dabei: Die Autorin hat sich dazu entschlossen, das Buch selbst zu verlegen.

Das Nischendasein haben die sogenannten „Selfpublishern“ längst verlassen. Es gibt immer mehr Autoren, die ihre Werke ohne Verlag oder Agenten in den Markt bringen. Anlass für mich, einen kurzen Blick auf die Selfpublisher-Werke zu werfen.

 

Taugt das was?

Nun werden sich viele fragen, ob das überhaupt funktionieren kann, ein Buch selbst zu verlegen. Braucht es nicht zwingend einen Verlag? Ich selbst habe schon einige Bücher gelesen, die von den Autoren selbst verlegt wurden. Dabei sind mir auch die Bücher in die Finger gefallen, die alle Klischees zu erfüllen scheinen.

Auf diesem Blog befindet sich auch eine Rezension zu meinem absoluten Negativbeispiel. Dieses Buch stellt in jeglicher Hinsicht eine Beleidigung für die deutsche Sprache dar, auch wenn der Autor mittlerweile eine neue Revision online gestellt hat. Das Störende an diesem Buch sind allerdings die durchweg positiven Stimmen, Rezensionen und Leserunden.

Es sind solche Bücher, die meiner Meinung nach der ganzen Selfpublisher-Szene schaden. Das Problem dabei liegt in den positiven Bewertungen, die oftmals schon ohne genauere Betrachtung nicht authentisch klingen und deren Herkunft mehr als fragwürdig ist. Klar, manche Leser und vermeintliche Experten können nahezu jeglichen Selfpublisher-Titel in der Luft zerreißen, wenn sie denn möchten, wie der Artikel vom „Literaturcafe“ zur Shortlist des Kindle Storyteller Awards des Jahres 2016 zeigt. Vor solcher Kritik ist aber auch so manches Verlagswerk nicht gefeit.

 

Spreu vom Weizen trennen

Wie kann der Leser nun die Spreu vom Weizen trennen? Da kommen (u.a.) wir Buchblogger ins Spiel. Die Blogger sind für gewöhnlich unabhängig und nehmen oftmals auch kein Blatt vor den Mund. Bücher werden gnadenlos beiseite gelegt und nicht rezensiert, auch wenn ein großer Name drauf steht. Allerdings haben viele Buchblogger ähnliche Vorbehalte gegenüber Selfpublishern wie nicht bloggende Leser.

Zu unrecht, wie ich finde, denn es gibt wahrlich gute und sehr gute selbst aufgelegte Bücher. Wie zum Beispiel die Grenzen-Saga von Rebekka Mand. Mehr oder weniger zufällig bin ich auf den ersten Band der Saga „Von den Grenzen der Erde“ gestoßen und war begeistert. Als Rebekka Mand mir anbot, auch den zweiten Teil zu lesen, griff ich zu und war sehr erfreut, dass die Qualität des ersten Bandes auch im zweiten Teil „Von den Hütern der Schlange“ wiederzufinden ist.

Die Grenzen-Saga ist nur ein Beispiel für die vielen engagierten Selfpublishern, die es wert sind, dass der Leser ihnen eine Chance gibt. Ganz aktuell gibt es auch bei Lovelybooks den „Indie Summer 2017“, bei dem es viele weitere unabhängige Autoren zu entdecken gibt. Ich für meinen Teil werde den Selfpublishern immer eine Chance geben und denke, dass die literarische Vielfalt durch ihre Bücher zugenommen hat und sie eine Bereicherung für uns als Leser darstellen.

 

2 responses to “Ein paar Gedanken zu Selfpublisher-Werken”

  1. […] frage mich, wer alles Bücher von Selfpublishern liest. Ich selbst greife immer wieder mal zu Büchern, die Autoren selbst aufgelegt haben. Dabei habe ich Bücher gelesen, die desaströs waren, aber […]

  2. […] den Herrschern der See“ von Rebekka Mand. Das Buch wurde von der Autorin selbst aufgelegt (siehe auch meine Gedanken zu Selfpublishern) und ich durfte die Bücher jeweils lesen und rezensieren. Wer meinen Blog kennt, wird wissen, dass […]

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