Ich werde Buchblogger – Teil 3: Das E-Book als Alternative

Wie ein Buch als Print zu lesen ist, versteht sich von selbst. Bei den E-Books schaut es anders aus. Hier gibt es deutliche Unterschiede je nach E-Book-Reader und Dateiformat.

Bevor ich auf die Möglichkeiten eingehe, auf welchen Endgeräten man E-Books lesen kann, zeige ich die möglichen Bezugsquellen für Bücher. Ich beziehe E-Books aus ganz verschiedenen Quellen.

Bezugsquelle Nr. 1 sind natürlich die klassischen Onlineshops. Da ich selber u.a. einen Kindle Paperwhite nutze, kaufe ich meine Bücher meist bei Amazon.
Der Tolino ist eine gute Alternative, die ich aber bisher nur bei Bekannten gesehen habe. Im Netz finden sich diverse Vergleiche zwischen den beiden Systemen. Ich persönlich denke, dass es kaum einen Unterschied macht und jeder die Ausstattung auswählen kann, die zu ihm am besten passt.

Die zweite große Bezugsquelle für E-Books sind Rezensionsexemplare, die mir zur Verfügung gestellt werden. Diese werden mir entweder direkt als Datei im mobi-Format (für den Kindle) oder epub-Format (für alle anderen Reader) zur Verfügung gestellt. Was mich direkt zum eigentlich interessanten Thema bringt: Die Dateiformate.

E-Book Dateiformate

mobi – Das Buchformat von Amazon

Wird das Buch bei Amazon gekauft, so steht es einem direkt auf dem Kindle zur Verfügung. Über die Kindle-Leseapp kann das Buch auch auf jedem Smartphone und Tablet gelesen werden, das sich mit dem Internet verbinden kann. Dabei spielt das Betriebssystem keine Rolle, da Amazon
für iOS, Android, Windows Mobile und Windows Desktop eine App zur Verfügung stellt, um das Buch zu lesen.

Zusätzlich kann das Buch online im Webbrowser gelesen werden. Über die Adresse https://lesen.amazon.de/ kann man die Bücher direkt im Browser lesen.
Das gilt allerdings nicht für Dokumente, die man auf seinen Kindle schickt, sondern ausschließlich für gekaufte Bücher!

Wird mir das Buch per Mail vom Autor oder einem Verlag als Rezensionsexemplar zur
Verfügung gestellt, so kann ich mir das direkt auf den Kindle weiterleiten. Dabei erkennt der Kindle den Anhang automatisch.

Zuerst muss man aber in seinem Amazon-Konto eine Mailadresse für den Kindle freischalten lassen, damit nur von dieser Mailadresse Bücher an den Kindle gesendet werden können.

Auf der Website von Amazon können unter Mein Konto – Meine Inhalte und Geräte – Einstellungen die Mailadressen festgelegt werden.

Liest man das E-Book in den Apps, so synchronisiert sich der Lesefortschritt über alle Geräte, sobald diese mit dem Internet verbunden sind. Kann man darauf verzichten, ist es alternativ möglich, ein mobi-E-Book auch am PC mit einer E-Book-Software lesen. Derer gibt es mittlerweile zahlreiche. Empfehlenswert ist das kostenlose Sumatra PDF, mit dem jedes mobile Dateiformat gelesen werden kann (mobi, epub, pdf, usw.), das nicht geschützt ist.

Über das Onlineportal NetGalley zur Verfügung gestellte E-Books können direkt an den Kindle gesendet werden, so man die NetGalley Mailadresse im Amazon-Konto eingegeben wurde.

epub – Das Dateiformat der anderen

Alle außer Amazon verwenden das epub-Dateiformat. Dafür gibt es keinen einheitlichen Standard, im Gegenzug können diese Bücher auf nahezu jedem Endgerät gelesen werden. Welche Software oder App man zum Lesen verwendet, ist dem Benutzer selbst überlassen. Auf einem Apple-Tablet kann man z.B. mit iBooks jedes epub-Buch lesen.

Auch das schon erwähnte Sumatra PDF kann mit epubs umgehen, solange die epubs nicht geschützt sind.

Das führt mich direkt zu einzigen Einschränkung des Formats: Manche Verlage versehen ihre Bücher mit einem Kopierschutz, so dass diese Bücher nicht mehr mit jeder App gelesen werden können. Neben dem schon erwähnten iBooks hat sich meiner Erfahrung nach das Programm Digital Editions von Adobe ganz gut etabliert.

Von diesem Programm gibt es sowohl Mobilversionen für iOS und Android als auch Desktop-Versionen. Die Bücher werden über die Programm eigene Bibliothek synchronisiert, der Lesefortschritt allerdings nicht.

Zusammenfassung

Als Buchblogger ist man gut beraten sowohl Lesemöglichkeiten für das mobi als auch epub zu kennen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Kindle und Digital Editions gemacht. Zusätzlich könnte man noch Calibre verwenden, um seine E-Books zu verwalten und ggf. in andere Formate umzuwandeln, aber ich komme bisher sehr gut auch ohne eine solche Verwaltungssoftware aus.

Ich habe das E-Book als eine echte Alternative zum Print kennengelernt und gerade das Lesen von Büchern über den E-Book-Reader macht ebenso viel Spaß wie das Lesen eines Prints. Und gerade Buchblogger sollten sich der Möglichkeit nicht verschließen, neue Werke auch digital zu lesen.

 

 

Ebenfalls in dieser Reihe erschienen:

 


 

6 responses to “Ich werde Buchblogger – Teil 3: Das E-Book als Alternative”

  1. Isbel sagt:

    Hey
    Schöne Übersicht, aber ich erlaube mir mal als tolino-Besitzer zu sagen, dass Amazon nicht mehr .mobi verschickt, sondern das Format .azw Und das macht das Umwandeln über Calibre bei ungeschützten Büchern jetzt schwer bis unmöglich. Aber die Calibre-Mitarbeiter arbeiten da wohl dran.

    Gruß Isbel

    • frank sagt:

      Hallo Isbel,

      danke für Deinen Kommentar. Das stimmt natürlich. Es ist der ewige „Wettstreit“ zwischen Anbietern, die ihre Bücher schützen wollen, und den Usern, die diesen umgehen möchten. Für gewöhnlich werden Bücher aber immer sowohl für den Kindle als auch für den Tolino angeboten. Den DRM-Schutz von Büchern zu umgehen bzw. diesen aufzuheben ist in Deutschland allerdings illegal und ich finde, dass in solch einer Übersicht nur legale Wege etwas zu suchen haben.

      Übrigens heißt das neuste Format von Amazon „Kindle-Books-Format (KFX)“, bei dem bis heute eine Entfernung des Schutzes nicht gelungen ist (das azw- bzw. azw3-Format ist geknackt).

      Ich finde, dass vor allem Buchblogger die Verlage auf legalem Wege unterstützen sollten und können ggf. auf Rezensionsexemplare zurückgreifen.

      Viele Grüße
      Frank

  2. […] Ich werde Buchblogger – Teil 3: Das E-Book als Alternative […]

  3. […] lese ich fast ausschließlich E-Books (ich habe diesem Thema vor einiger Zeit einen eigenen Beitrag gewidmet). Dadurch schone ich nicht nur meinen Platzbedarf in der Wohnung (im Bücherregal stapeln […]

  4. […] auseinanderzusetzen, bevor die Frage beantwortet werden kann. Ich bin in meinem Beitrag „Ich werde Buchblogger – Teil 3: Das E-Book als Alternative“ näher auf die unterschiedlichen Formate eingegangen und möchte die Möglichkeiten, um ein […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.