Stephen Kings Der Dunkle Turm: Bd. 2: Der lange Heimweg ★★★★★

In dieser großartigen Graphic Novel stehen die Ereignisse aus Glas (Band 4, und mit einer der besten der Serie) im Mittelpunkt, als Roland mit der rosaroten Glaskugeln (auch bekannt als Maerlyns Pampelmuse eine Glaskugel aus des Zauberers Regenbogen) zu kämpfen hat und das Ka-Tet sich auf den langen Heimweg nach Gilead macht.

Diese Graphic Novel ist das Ergebnis von wahrer Teamwork, denn gleich vier Autoren und Illustratoren haben daran gearbeitet – zuzüglich eines Übersetzers und natürlich Stephen King selbst.

Illustrationen

Wie es sich für eine Graphic Novel gehört, so stehen die Zeichnungen stark im Vordergrund. Es sind diese Zeichnung, die das Buch so lohnens- und lesenswert machen. Es sind nicht nur einfache Zeichnungen, die hintereinander gereiht eine Geschichte erzählen, es sind zuweilen wahre Kunstwerke, die für sich allein stehen könnten.

Teils Doppelseiten füllend geben sie der Geschichte einen durchaus düsteren Charakter. Deutlich dunkler als die Bücher es vermögen. Mit einer ausdrucksstarken Farbgebung wird zusätzlich die jeweilige Stimmung einer Szenerie transportiert. Ein Genuss für die Augen.

 

Geschichte

Es ist wohl Robin Furth zu verdanken, dass die Geschichte in dieser Graphic Novel etwas anders als in den Büchern erzählt wird. So zerbricht die Pampelmuse auf der Flucht vor Clay Reynolds Männern (der letzte überlebende Sargjäger), ihre Bruchstücke verwandeln sich in ein mit Tentakeln bewachsenen Auge, das sich an Rolands Kopf klammert und seinen Verstand einsaugt. Von nun an ist Rolands Verstand in der Kugel, die sich vollständig zurückverwandelt hat.

Zusätzlich erfährt der Leser, wie Sheemies Verwandlung vonstatten ging und wie er zu seiner Rolle in der Geschichte gelangte.

Durch diese Abwandlung ist das Buch gleichermaßen für Kenner der Romane geeignet wie auch für diejenigen, die sich lediglich über die Graphic Novels dem Dunklen Turm genähert haben.

 

Bonus

In diesem Buch gibt es neben der Hauptgeschichte zahlreiche weitere Informationen rund um den Dunkle-Turm-Epos. Dazu zählt das Schicksal des Königs Arthur Eld und seiner Frau Rowena, Informationen zu den Mutanten von Mittwelt, die sich nach dem verhängnisvollen Endkampf der Großen Alten entwickelt haben, Informationen zum Ritual „Die Anrufung der Wächter“, zu North Central Positronics und zum Le Casse Roi Russe, in dem Scharlachrote König residierte. Zusätzlich gibt es eine Karte und einige Konzeptzeichnungen.

Insgesamt nimmt der Teil des Bonusmaterial in etwas ein Drittel des Gesamtbuchs ein. In meinen Augen ein durchaus lohnenswerter Part, auch wenn der Kaufgrund für dieses Buch sicherlich in den Zeichnungen und Illustrationen liegen dürfte.

 

Fazit

Diese Graphic Novel ist eine konsequente Fortsetzung des ersten Bands und folgt im Großen und Ganzen seinem ausdrucksstarken graphischen Zeichnungsstil. Wem die Zeichnungen aus Band 1 gefallen haben, wird auch im zweiten Teil seine wahre Freude haben.

Dass die Geschichte leicht abgewandelt erzählt wird, macht sie auch für Kenner der Romane interessant. Als zusätzliches Sahnehäubchen gibt es zahlreiches Bonusmaterial, in dem der ein oder andere Hintergrund im Gesamtplot des gigantischen Epos von Kings „Der Dunkle Turm“ dargestellt wird.

Von daher kann ich das Buch allen Freunden phantastischer Geschichten, Fans des Dunklen Turms und Liebhaber sehr gut gemachter Graphic Novels nur wärmstens empfehlen.

 


Dieses Buch enthält explizite Gewaltbeschreibungen -und darstellungen
und ist nicht für zartbesaitete oder minderjährige Leser geeignet.

 

Titel: Stephen Kings Der Dunkle Turm: Bd. 2: Der lange Heimweg
Autor: King, Stephen (Autor); Furth, Robin (Autor); David, Peter (Autor); Isanove, Richard (Illustrator); Lee, Jae (Illustrator)
Genre: Graphic Novel/Horror
Verlag: Panini
Bewertung: ★★★★★

 

Zur Übersicht aller bisher erschienen Exemplare dieser Reihe.

 

Amazon bietet für dieses Buch keine Direktvorschau an.

One response to “Stephen Kings Der Dunkle Turm: Bd. 2: Der lange Heimweg ★★★★★”

  1. […] Unabhängig davon stellen die Illustrationen in meinen Augen kein alleinigen Kaufgrund dar, sondern sind lediglich ein besonderes Schmankerl, an dem sich das Auge vergnügen kann. Immerhin handelt es sich hierbei nicht um ein Graphic Novel, wie z.B. „Der dunkle Turm“ von Stephen King. […]

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